Was wäre das für eine Geschichte

„Eine Realität ist, ich glaube, ganz, ganz stark so, dass es wie Flucht ist. Also, dass ich so einen Impuls hatte, abzuhauen, der Konfrontation aus dem Weg zu gehen, den Schmerz nicht mehr sehen zu müssen. Und ich glaube, dass Theater das ermöglicht. Wenn du an Projekten arbeitest, arbeitest du immer an einer neuen Realität, immer an einer neuen Figur, an einer neuen Geschichte und kannst die andere verlassen.“ 


Synopsis 

Der Dokumentarfilm „Was wäre das für eine Geschichte“ beleuchtet die Herausforderungen für und das Empowerment von marginalisierten und rassifizierten Personen im Theater.  

Die Aktivist*innen und Künstler*innen Max Czollek, Sarah Fartuun Heinze, Mable Preach uvm. sprechen mit dem jungen Schauspieler Ruben Sabel über Diversifizierungsprozesse, die Reproduktion von diskriminierender Gewalt sowie über die begrenzten Erzählperspektiven auf Theaterbühnen. Sie kritisieren den vorherrschenden weißen, cis-heteronormativen deutschsprachigen Theaterkanon und erkunden Möglichkeiten der Selbstverwirklichung, des Ausbruchs aus diesen Strukturen und des Widerstands gegen den weißen Blick. Sie sprechen über die Kraft des Sich-Zusammenschließens, über Theater als Sehnsuchtsort, über die Schaffung inklusiverer und gerechterer künstlerischer Räume und darüber, den Kapitalismus in einer Minute abzuschalten. Was wäre das für eine Geschichte? 

Ein 30-minütiger Dokumentarfilm mit Max Czollek, Sarah Fartuun Heinze, Necati Öziri, Mable Preach, Hanh Mai Thi Tran, Estera Sara Stan, Eike N.A. Onyambu, David Paraschiv, Nora Patyk, Katalina Götz und Ruben Sabel. 

Protagonist*innen

Estera Sara Stan ist eine 21-jährige Romni aus Rumänien. Sie lebt seit 2010 in Berlin und ist angehende Lehramtsstudentin. Seit mehreren Jahren ist sie in der Schauspielbranche tätig. Sie ist ausgebildete KURINGA. Sie engagiert sich gegen Rassismus gegenüber Sinti:zze und Rom:nja und gibt zu diesem Thema Workshops in Schulen und Jugendclubs. Derzeit arbeitet sie in verschiedenen Roma- und Sinti-Vereinen. 

© David Paraschiv

David Paraschiv (er/ihm) ist ein Rom aus Rumänien und lebt seit 2015 in Berlin. Er ist Erzieher, studiert Soziale Arbeit und ist Mitglied der Jugend-Jury beim Theatertreffen der Jugend. Seit mehreren Jahren setzt er sich aktiv gegen Rassismus gegenüber Sinti* und Roma* ein. Er arbeitet bei RomaTrial e. V., einer transkulturellen Roma-Selbstorganisation, unter anderem im Bildungsprogramm gegen Antiziganismus „WIR SIND HIER!“. Darüber hinaus engagiert er sich im Jugend-Empowermentprojekt „Kaštenca & Barenca“ sowie im Bündnis gegen Antiziganismus und für Roma-Empowerment „BARE“. Sein Hauptanliegen ist es, dass Roma* und Sinti* für sich selbst sprechen. 

Max Czollek, geboren 1987, ist Autor und lebt in Berlin. Mitherausgeber des Magazins Jalta – Positionen zur jüdischen Gegenwart und Kurator der Coalition for a Pluralistic Public Discourse (CPPD) für eine plurale Erinnerungskultur. Seit 2023 moderiert er Gesprächsreihe am Haus der Kulturen der Welt Berlin. 2024 war er DAAD Distinguished Chair in Contemporary Poetics an der New York University, NYU. Die Gedichtbände erscheinen im Verlagshaus Berlin, die Essays bei Carl Hanser München. 

Sarah Fartuun Heinze (multiverse Pronouns : they/them) Loves To Play multiverse : SpielRäume Partizipativer Kunst mit Viel Raum Für ‚Das Wichtigste Ist Dass Es Allen Gut Geht Alles Andere Entsteht Daraus. – was das bedeutet finden wir gemeinsam raus.‘ 
They lebt in Hamburg, ist in Süddeutschland aufgewachsen, kommt aus OstAfrika & Gæstaltet Analog & Digital & Hybrid SoloLeveling & in multiverse Künstlerisch* Kompliz*Innenschaften Heart-&-Playfulst (u. a. als Teil von dgtl fmnsm & SFHKverse) :&: positioniert sich Black CripQueer Neurospicy Trans*Nonbinary :&: ist Zum Beispiel Auch multiversedisziplinär* (Medien-)Künstler*In & multiversecurious Künstlerisch* Forscher*In & multiverseMusicMagician & Intersec*Tech*Wizard. 

Necati Öziri, geboren in einer der vielen grauen Ecken des Ruhrgebiets, hat Philosophie, Germanistik und Neue Deutsche Literatur in Bochum, Istanbul und Berlin studiert. Als Theaterautor schreibt er u.a. für das Maxim-Gorki-Theater, das Nationaltheater Mannheim und das Schauspielhaus Zürich. Bei den 45. Tagen der deutschsprachigen Literatur gewann er den Kelag-Preis und den Publikumspreis. Als Kurator leitete er das Studio Я des Maxim Gorki Theaters und das Internationale Forum des Theatertreffens der Berliner Festspiele. In seinen Texten ist natürlich immer alles wahr.

Mable Preach ist seit vielen Jahren in der Hamburger Kunstszene präsent – als Regisseurin bzw. Choreografin, als Kuratorin und Netzwerkerin. Sie ist Initiatorin des Festivals für urbane BIPoC-Jugendkultur FORMATION**NOW und Leiterin des Kultur- und Jugendvereins Lukulule. In ihrer Arbeit setzt sie sich kritisch mit Rassismus und (Neo-)Kolonialismus auseinander, fördert Empowerment und produziert alternative Bilder und Erzählungen zum weißen Mainstream. 

Hanh Mai Thi Tran Geboren 1994 in Dresden. Studierte nach ersten Bühnenerfahrungen am Staatsschauspiel Dresden von 2015 bis 2019 Schauspiel an der Kunstuniversität Graz. Hier arbeitete sie u.a. mit Maxim Didenko, Pedro Martins Beja und Sabine Auf der Heyde. Bereits während ihres Studiums war sie als Gast am Schauspielhaus Graz zu sehen. Von 2019 bis 2023 war Hanh Mai Thi Tran festes Ensemblemitglied am Maxim Gorki Theater Berlin. Sie arbeitet mit Regisseur:innen wie Anta Helena Recke, Sebastian Nübling, Sebastian Baumgarten und Oliver Frljić. Seit Sommer 2023 ist sie als freischaffende Schauspielerin u.a. am Staatstheater Hannover unter der Regie von Jorinde Dröse und am Theater Basel unter der Regie von Jörg Pohl beschäftigt. Hanh Mai Thi Tran ist zudem in Film und Fernsehen zu sehen (zuletzt im Berliner Tatort: „Am Tag der wandernden Seelen“ unter der Regie von Mira Thiel) und als Sprecherin tätig. 

Eike N.A. Onyambu wurde 1999 in Nairobi, Kenia, geboren und wuchs in Norddeutschland auf. Schon früh künstlerisch aktiv, studierte Eike nach dem Abitur Schauspiel an der Musik und Kunstuniversität in Wien. Während des Studiums begann Eike, sich insbesondere antirassistisch und antidiskriminierend fortzubilden und zu engagieren, oft mit jungen Menschen. Heute arbeitet Eike als Schauspieler* am GRIPS Theater in Berlin und beim Film und als Synchronsprecher*. Außerdem gibt Eike theaterpädagogische Workshops für junge Menschen. 

Nora Patyk studierte Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis an der Universität Hildesheim im Hauptfach Theater. Nach ihrem FSJ Kultur am Jungen Schauspiel Hannover gastierte sie zunächst als Regieassistentin und Theatervermittlerin für etliche Jugendproduktionen. Zudem realisierte sie eigene, künstlerische Projekte und Formate mit jungen, nicht-professionalisierten Darsteller:innen. In ihrer Theaterarbeit orientiert sich Nora Patyk an einer diskriminierungskritischen und empowerndern Perspektive. Dabei berät und begleitet sie verschiedene Theater- und Kulturinstitutionen sowie Akteure der freien Szene. Als Teil des AB_____(Aktionsbündnis_____) und in Zusammenarbeit mit dem Kinder- und Jugendtheaterzentrum der Bundesrepublik Deutschland (KJTZ) hat sie Diskriminierungskritische Perspektiven: Eine Handreichung für Theatermacher*innen im April 2023 publiziert. Seit 2021 ist sie Mitarbeiterin in der Künstlerischen Vermittlung und Interaktion am Schauspiel Hannover. 

Katalina Götz kommt bald

Ruben Sabel wurde 2000 geboren und wuchs in Leipzig auf. Er studierte Darstellende Kunst am Max Reinhardt Seminar in Wien. Während seines Studiums spielte er an verschiedenen Theatern, u. a. am Burgtheater Wien, Schauspielhaus Wien, Theater Drachengasse Wien. Seit der Spielzeit 24/25 ist er festes Ensemblemitglied am Theater Bremen. Außerdem studiert Ruben Sabel Freie Kunst an der Hochschule für Künste Bremen. Er spielt in Film und Fernsehen, ist Autor und Regisseur und erarbeitet eigene Performances. 

Trailer

folgt

Film Team

Regie  
Ruben Sabel, Anna Sabel, Benjamin Kramme

Regieassistenz
Mehmet Ali Arbag
 
Redaktion  
Anna Sabel, Ruben Sabel 
 
Produktion  
Anna Sabel, Benjamin Kramme 
 
Kamera  
Rita Hajjar 
 
Ton  
Fabian Reichle 
 
Schnitt  
Anna Sabel, Jennifer Sabel, Benjamin Kramme, Jean-Pierre Meyer-Gehrke 
 
Postproduktion  
Jean-Pierre Meyer-Gehrke 
 
Sounddesign  
Bernd Göbel 
 
Untertitel  
Bailey Ojiodu-Ambrose 

Verband binationaler Familien und Partnerschaften
Geschäfts- und Beratungsstelle Leipzig

&
ASSITEJ e.V.
&
Wunschkind Film

„Ich habe ne Allergie gegen alte Texte.
Außer die von May Ayim. Audre Lorde.
Aber diese ganzen Reclam-Hefte. Bye Bye.“ 

ASSITEJ e.V.
Kinder- und Jugendtheaterzentrum in der Bundesrepublik Deutschland

Schützenstraße 12
60311 Frankfurt am Main

jungespublikum.de

Verband binationaler
Familien und Partnerschaften
Geschäfts- und Beratungsstelle Leipzig

Arndtstr. 63
04275 Leipzig

binational-leipzig.de

Eine Kooperation von ASSITEJ e.V. und dem Verband binationaler Familien und Partnerschaften Leipzig. Der Film ist im Rahmen von PERSPEKTIV:WECHSEL entstanden und wird gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien über das Programm „Verbindungen fördern“ des Bundesverband Freie Darstellende Künste e.V.

Weiterhin wurde der Film im Rahmen des Modellprojekts „(Un)Sichtbarkeiten in der Migrationsgesellschaft“ durch das Bundesministerium für Familie, Senioren Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ und das Landesprogramm „Weltoffenes Sachsen“ gefördert.

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